TOURMALINE

TOURMALINE

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Das Mädchen auf dem Bild ist eines von Farvin’s Töchtern.

Ich portraitierte sie, da ich mich in das Feuer in ihren Augen verliebte. Ihr Blick war energiegeladen, ausgestellt und wunderschön. Dieses Mädchen ist mir heute noch in Erinnerung, als würde ich immer noch vor ihr stehen und sie bewundern. Und wenn ich an sie denke, frage ich mich, was sie wohl schon alles über das Leben wusste und wie es ihr heute geht. Etwas, was ich immer noch mit mir trage: Ihre Mutter bat mich, sie mitzunehmen und für sie zu sorgen.

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HINTERGRUNDINFO ZUR SERIE: ALLES ROAD: Ein Spaziergang durch die engen Nebenstrassen Negombos führten mich zu Beginn meiner Reise in die Alles Road zu Farvin. „Coffee, do you want Coffee?“, hörte ich mit einer weichen Stimme aus dem nächsten Hauseingang fragen. Es war kein aufdringliches, überredendes Fragen. Es war echt. Und so lernte ich Citrine und ihre Familie kennen. Am Tag, als ich sie fotografierte, trugen sie ihre schönsten Kleider und Saris. Später, kurz vor meiner Abreise, lies ich ihre Portraits auf einem originalen Agfa Frontier im Dorf entwickeln und brachte sie per Tuk Tuk in die Alles Road. Überschwänglich wurde ich begrüsst. Und deren Freude zu sehen, welche sie mit den Bildern hatten, machte auch mich mehr als glücklich!

 

HINTERGUNDINFO ZUR REISE: SRI LANKA

Der Grund, warum ich in Sri Lanka war, ist ein Kinderheim im Landesinneren, welches ich fotografisch unterstützte. Vor und nach dem Besuch der Projekte von lanka-help.org – so heisst die liechtensteinische Organisation – hatte ich mir genug Zeit eingeplant, um die srilankische Mentalität zu erfahren.

Die politische Situation während meines Aufenthaltes war sehr spannungsgeladen. Die neuen Präsidentschaftswahlen wurden durchgeführt, weshalb sich viele Tamilen wie auch Singhalesen vor Ausschreitungen fürchteten. Selbst die Hauptstadt Colombo war, um Unruhen vorzubeugen, geschlossen. Eine Woche später hat zum ersten Mal in der Geschichte Sri Lankas ein Papst die Insel besucht. Um das christliche Oberhaupt willkommen zu heissen, wurde ein riesen Zirkus veranstaltet, obwohl weniger als 10% der Bevölkerung christlich sind. Zudem war zum ersten Mal nach 30 Jahren Bürgerkrieg der Norden der Insel wieder zugänglich, was mir eine Reise ins frisch geöffnete Jaffna ermöglichte. Selten wurden die Bewohner des Nordens von Touristen oder Bewohnern des Südens besucht, was eine Reise ins „neue“ Jaffna umso wertvoller machte.